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2018, Wettbewerb, 2. Preis, Realisierung


Projektstatus
Besuch auf der Baustelle

Kinder, Kinder… Ende April lud MMST Architekten eine dritte Klasse zum Baustellenbesuch in der Melanchtonstraße ein. So bekamen die Schüler eine sehr praxisnahe Vorstellung unterschiedlicher Berufsgruppen aus der Baubranche. Zurzeit wird der Dachstuhl des Mehrfamilienhauses erstellt und partiell noch an der Fassade gemauert, so dass die Kinder den Zimmerern und Maurern bei der Arbeit zuschauen und Fragen stellen konnten.

Unser Architekt und Bauleiter Kai Straube begleitete die Besichtigung mit einem Quiz-Vortrag über verschiedene Abläufe und Aufgaben der Gewerke bzw. Architekten. Die Firma MANU Bau steuerte kleinere Gewinne wie Zollstöcke für das Bauquiz bei.

Baustellenbesuch einer dritten Klasse in Hamburg-Stellingen
Die Zimmerer kommen

Der Betonbau in der Melanchtonstraße steht zu 95 %. Und auch das Verblendmauerwerk des Mehrfamilienhauses ist bereits zur Hälfte fertig. Es beginnen jetzt auf unserer Baustelle in Hamburg Stellingen die ersten Zimmererarbeiten – die beiden Staffelgeschosse bekommen Holzrahmenbauwände und Holzverkleidung.

Der Betonbau des Mehrfamilienhauses in Hamburg-Stellingen steht zu 95%


Entwurf
Familienfreundlich Wohnen

Im Westen Hamburgs entstehen familienfreundliche Wohnungen unterschiedlicher Typologien. Nicht nur der Wohnraum selbst, sondern die gesamte Anlage ist auf das Thema Familie ausgerichtet. Das vorgegebene Baufeld gibt drei Gebäudeteilen Raum: einem Eckhaus und zwei Flügelgebäuden. Die Bauten erhalten eine Fassadengliederung mit leichten Abwandlungen in der Fensterdetaillierung, eine Differenzierung über die Dachform sowie Vor- und Rücksprünge. In Verbindung mit der 300 Jahre alten Eiche definiert sich so der Haupteingang.

Die Architektursprache fügt sich über Material und Proportion ein und greift die benachbarten Gebäudehöhen über die Staffelung auf. Ein Rundweg sowie eine Spielplatzfläche in der Hofmitte stellen das Thema das Gartens – Bewegung – heraus.

Wirtschaftlich überzeugend

Wir haben sowohl Konstruktion als auch Detaillierung kostensparend und im Wesentlichen entsprechend der Auslobungsvorgabe gewählt. Weiterhin konnten wir die Wohnfläche baurechtlich optimieren. Das Budget/qm Wohnfläche wurde eingehalten.

Ökologisch und konstruktiv zukunftsorientiert

Der Dämmstandard der Anlage liegt etwas über den Anforderungen der ENEV (ca. KFW 70). Durch die Holzpellet-Heizung können weitere technische Maßnahmen zur regenerativen Beheizung entfallen. Die nutzerunabhängige Grundlüftung wird mithilfe von WC-Lüfter und Nachströmung über Fenster sichergestellt. Diese Lösung soll dem ökologischen Anspruch gerecht werden und Folgekosten durch „zu viel“ Technik vermeiden. Die Materialwahl mit Ziegel- und Holzverschalung kleidet das Haus angemessen und langlebig. Die Bauweise ist massiv aus Kalksandstein-Mauerwerk und Stahlbeton. Das Staffelgeschoss ist als Holzbau-Konstruktion vorgesehen, die den Lasteintrag in die Konstruktion minimiert. Die extensive Dachbegrünung wirkt sich positiv auf Raumklima und Umwelt aus. Der übrige Sonnenschutz wird durch konstruktive Verschattung (Süd-Loggien) oder durch Sonnenschutzglas sichergestellt.

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Projektflyer

Projektteam

Bauherr: Kirchenkreis Hamburg-West/ Südholstein
Architekt: Stefan Scholz, Mitarbeit: Helena Günther
Landschaftsarchitekt: L+ Felix Holzapfel-Herziger, Hamburg
Wohnfläche: ca. 2.200 qm, 27 Wohnungen
Baukosten: ca. 5,0 Mio. Brutto